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Historie der Computerspiele

Die Geschichte der Computerspiele beginnt Anfang der 60er Jahre in den USA im MassachusettsInstituteOfTechnologie (MIT).
Zu dieser Zeit waren Computer noch unerschwingliche, raumausfüllende Maschinen, die nur von mehreren Leuten gleichzeitig und mit großem (Zeit)-Aufwand bedient werden konnten.
Trotzdem gab es Versuche, die technischen Möglichkeiten der Rechner auch in weniger ernsthaften Bereichen auszureizen: neben der Umsetzung von Strategiespielen wie Dame, Schach oder TicTacToe gab es einfache, noch wenig interaktive Programme, die die Rechenleistung der Computer auch grafisch sichtbar machen sollten.

BouncingBall auf dem CRT: ein Ball erscheint, fällt zu Boden der angezeigten Box, macht dabei ein Geräusch und springt so lange in der Box herum und wird von deren Rändern abgestoßen, bis er so viel Geschwindigkeit verloren hat, dass er in ein Loch am Boden rollt

MouseInTheMaze auf dem TX-0: der Benutzer kann ein Labyrinth anlegen ein Stück Käse darin plazieren und zusehen wie eine stilisierte Maus sich ihren Weg durch das Labyrinth zum Käse sucht, um diesen dann zu fressen.

HAX am TX-0: durch verschiedene Einstellungen an zwei Eingabereglern werden Muster erzeugt, die mit Sound untermalt werden

 

1962
Der PDP-1, der
erste Mini-
computer der Welt.
Vorteile gegenüber
seinen Vorgängern:

- Bedienung über
Einzelperson

- relativ schnelles
Hoch- und
Runterfahren

- erster Rechner,
der in RealTime
auf Eingaben
reagiert

PDP-1

Doch erst mit der Einführung des DEC PDP-1 war es 1962 möglich, das erste wirklich interaktive Computerspiel der Welt zu entwickeln: SpaceWar!.
'SpaceWar!' wurde zwar nicht kommerziell vermarktet, aber in den nächsten Jahren wurde der PDP-1, der mit $120.000 relativ günstig war, in vielen Universitäten und Laboratorien eingesetzt, sodass auch der freie Code von 'SpaceWar!' eine höhere Popularität (jedenfalls unter den wissenschaftlichen Studenten) erlangte.

Ein Student an der University Of Utah, Nolan Bushnell, der spätere Gründer von Atari, wurde durch 'SpaceWar!' dazu angeregt, einen Münzspielautomaten (ArcadeGame) ähnlicher Art zu entwickeln: ComputerSpace.
Der Münzautomaten-Hersteller NuttersAssociates, bei dem Bushnell als Chefentwickler angestellt war, brachte 'ComputerSpace' 1971 auf den Markt.
Das Spiel ist stark an 'SpaceWar!' angelehnt, war aber kein großer Erfolg, weil es für die damalige Zeit zu komplizierte Regeln und Kontrollen besaß, um von der breiten, noch computerspielunerfahrenen Masse angenommen zu werden. Auch das OuterSpace-Thema trug zu seinem Mißerfolg bei.

1972 brachte Magnovox mit dem Odyssey die erste Heimkonsole der Welt heraus, deren Auswahl einfacher BatAndBall-Spiele Bushnell möglicherweise inspirierten, ein weniger komplexes Spiel zu entwickeln: Pong (von Bushnell's inzwischen gegründeter Firma Atari), das große Ähnlichkeit mit dem Tennisspiel des 'Odyssey' hat.

 

1971
Arcade
Automaten von
ComputerSpace:
das erste
kommerzielle Computerspiel

ComputerSpace-Automaten

1972
Atari's Pong
Arcade-Automat

Pong-Automat

'Pong' kann mit seinem einfachen aber erfolgreichen Prinzip als der Anfangspunkt der ComputerspieleÄra - zumindest in den USA - gesehen werden. Sein riesiger Erfolg bescherte der Welt in den nächsten Jahren eine Masse von Klones, sowohl im Arcadebereich wie auch als Heimkonsolen.

Von 'Pong's simplen Anfängen (für dessen Instruktion 6 Wörter ausreichten: 'Avoid Missing Ball to High Score') gibt es heute kaum noch ein Thema, was noch nicht in ein Computerspiel umgesetzt worden ist. Seien es nun schnell zu erlernende Actionspiele, bei denen es hauptsächlich auf Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen ankommt, oder komplexe, langwierige Strategiespiele oder Adventures, bei denen man sich erst mit der jeweiligen Materie auseinandersetzen muss.

Die verschiedenen Spielformen voneinander abzugrenzen fällt zunehmend schwerer, da sich die unterschiedlichen Elemente (Action, Sport, strategisches Denken, Simulation realer Bedingungen) immer mehr vermischen.

Da die technischen Möglichkeiten am Anfang nur 2D-Spiele erlaubten, konnte die Realität nur stark abstrahiert wiedergegeben werden. Dadurch entwickelten sich viele neue, nur für Computerspiele geltende Prinzipien.

Heute kommen hauptsächlich 3D-Spiele auf den Markt. Computerspiele werden eigentlich immer weniger Spiel und mehr eine immer perfektere Simulation realer Bedingungen.
Die Frage ist natürlich, wie realistisch ein Spiel werden darf, um überhaupt noch spielbar zu sein, welche Hilfsmittel man wieder einbauen muss, um dem Spieler das Ganze wieder zu erleichtern.
Ganz davon abgesehen, dass durch die frühere Notwendigkeit der Vereinfachung eine Vielzahl brillanter Spielprinzipien entstanden sind, die gerade von ihrer Zweidimensionalität und Einfachheit leben.

Die Möglichkeiten der Vernetzung (Internet/LAN) eröffneten in den letzten Jahren neue Dimensionen bei den MultiPlayer-Spielen, sowohl aus dem Action- (z.B. Quake3Arena) als auch aus dem Adventure-, RPG-, MUD-, und Strategiebereich (z.B. UltimaOnline).

 

1974
Pong-Screen
des Videospiels

Pong-Screen

Tetris

Tetris

 

 

heute
Quake 3 Arena

(Netzwerke/PC)

Pokémon
(GameBoy/N64)

Quake vs Pokemon

Arcade

Die meisten der erfolgreichsten und bekanntesten ActionSpiele haben ihre Wurzeln im Arcadebereich.
Viele ArcadeGames wurden später auch direkt in anderen Spielsysteme (Konsolen, Homesysteme) konvertiert, was allerdings auch das Ende des großen Arcadeerfolges Anfang der 80er zur Folge hatte.

Heimkonsolen

Nachdem Atari 'Pong' 1974 auch als Videospiel anbot und zahlreiche Nachfolger entstanden, begannen auch die Heimkonsolen vor allem in den USA und Japan einen großen Markt für sich zu gewinnen.
Während sich portable Konsolen (bis auf den GameBoy) wegen ihrer technischen Einschränkungen nur bis Mitte der 80er Jahre gegen die inzwischen entstandenen weite Verbreitung von Heimcomputer durchsetzten konnten, bestimmen die Videospiel-Konsolen neben den PCs den heutigen immer noch ständig wachsenden Spielemarkt.
Anfänglich als bloße Imitate der Actionspiele aus dem Arcadebereich, wurden im Laufe der Zeit auch eigene Spiele entwickelt, sowohl Adventures und Sims als auch Sportgames.

Homecomputer

Die Entwicklung der Computerspiele begann Anfang der 80er Jahre in England, wo zuerst 8bit und später 16bit-Systeme eine immer weitere Verbreitung fanden.
Hier förderte der am Anfang noch wenig kommerzialisierte Markt neben zahlreichen Arcadekonvertierungen eine Menge neuer innovativer Spielideen zu Tage, z.B. Sportgames.

Anfang der 90er - mit Aufkommen der 3D-Spiele - wurden die Homesysteme vom PC verdrängt, der sich bis dahin einen eher seriösen Anstrich gegeben hatte, und sich bis auf Adventures und Strategiespiele wenig um den Spielemarkt gekümmert hatte.

Der Computer- und Videospielemarkt hat sich heute zu einem der größten Märkte der Welt entwickelt und sogar die Filmbranche hinter sich zurückgelassen - nur für Musik wird noch mehr Geld ausgegeben.

 

1983
Starwars
(Arcade)

StarWars-Screen

1982
Stargate
(Tabletop)

Stargate Tabletop
1982
C64
-Screen
C64-Screen

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